Am 24.07.2026 fand wieder die inoffizielle Eröffnung des Amphi-Festivals mit dem Event „Call the Ship to Port" statt. Schon vor dem Einlass bildete sich eine lange Schlange. Ganz vorne standen – wie sollte es anders sein – die üblichen Verdächtigen: die Alienare-Fans. Mit ihren neongrünen Accessoires stachen sie aus der schwarzen Masse sofort hervor. Da war schnell klar: Das Familientreffen beginnt. Alte und neue Freunde wurden begrüßt, wodurch die Wartezeit wie im Flug verging. Die Vorfreude stieg stetig, und kurz nach 19 Uhr ging es schließlich auf das ausverkaufte Schiff, das aufgrund des niedrigen Rheinpegels auf der gegenüberliegenden Rheinseite vor Anker lag – also deutlich weiter vom Tanzbrunnen entfernt als gewohnt. Doch dazu mehr im Amphi-Bericht.
Wie erwartet wurde die erste Reihe direkt von den Alienare-Fans in Beschlag genommen. So kennt man sie.
Neu war an diesem Abend, dass auf dem Schiff ausschließlich Kartenzahlung möglich war. Außerdem mussten alle mitgebrachten Getränke in Plastikbecher umgefüllt werden. Organisatorisch sorgte das für lange Wartezeiten an den Getränkeständen. Auch die Getränkepreise waren im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen.
Das Wetter zeigte sich dagegen von seiner besten Seite: warm, trocken und angenehm. Pünktlich um 20 Uhr begrüßte Moderator Jens Domgörgen das Publikum, bevor die erste Band des Abends die Bühne betrat.
Wie erwartet wurde die erste Reihe direkt von den Alienare-Fans in Beschlag genommen. So kennt man sie.
Neu war an diesem Abend, dass auf dem Schiff ausschließlich Kartenzahlung möglich war. Außerdem mussten alle mitgebrachten Getränke in Plastikbecher umgefüllt werden. Organisatorisch sorgte das für lange Wartezeiten an den Getränkeständen. Auch die Getränkepreise waren im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen.
Das Wetter zeigte sich dagegen von seiner besten Seite: warm, trocken und angenehm. Pünktlich um 20 Uhr begrüßte Moderator Jens Domgörgen das Publikum, bevor die erste Band des Abends die Bühne betrat.
Alienare
Begleitet von Streichmusik betraten die drei Ts die Bühne und legten mit einem eindrucksvollen Set los. Nach dem Opener folgte direkt der aktuelle Track „Au Claire de la Lune". Den Musikern war die Freude sichtlich anzumerken, das Jubiläums-Amphi eröffnen zu dürfen – schließlich sitzen wir an diesem Abend alle im selben Boot.
Mit „Diamonds" ging es weiter, und spätestens jetzt war auch das Publikum gefordert. Bei Alienare steht man eben nicht einfach nur vor der Bühne – das dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Selbst auf den Sitzplätzen wurde fleißig mitgewunken und mitgefeiert.
Mit dem Soundtrack der letzten Tour, „Mea Culpa", war die Menge endgültig auf Betriebstemperatur und schmetterte das markante „Mea Culpa" lautstark durchs Schiff. Anschließend folgte „The Colour of My Soul". Tim und Timo animierten das Publikum immer wieder zum Mitmachen, bevor mit „Lighthouse", „Flood of Emotions" und „The Sea" weitere Highlights folgten. Der gemeinsame A-cappella-Abschluss von „The Sea" sorgte dabei für einen echten Gänsehautmoment.
Das Schiff sollte wackeln – zumindest hatte sich die Band das vorgenommen. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und machte begeistert mit. Anschließend folgte ein Partymedley mit „Muh" und „Mission Abort", inklusive lautstarker Mitsingparts, das die Stimmung endgültig auf den Siedepunkt brachte.
Als vorletzter Song durfte „#neon" natürlich nicht fehlen. Der Publikumsliebling gehört längst fest zu jedem Alienare-Konzert. Danach machte die Band noch Werbung für den Tourstopp am 21.02.2027 im Kulttempel Oberhausen, bei dem Eklipse als Special Guest dabei sein werden. Also: Kommt zahlreich und feiert mit – natürlich auch bei den übrigen Tourterminen.
Den Abschluss bildete „Let This Moment Never End", der perfekte Schlusspunkt eines energiegeladenen, leider viel zu kurzen Sets. Danach ging es für viele erst einmal zum Merch, bevor man die Band kurze Zeit später wie gewohnt für Gespräche und gemeinsame Fotos traf. Für das nächste Mal wünschen wir uns vor allem eines: ein längeres Set – gerne auf der Mainstage des Amphi-Festivals.
Grendel
Die zweite und zugleich vorletzte Band des Abends war Grendel. Für viele – mich eingeschlossen – lieferten sie die Überraschung des Abends: ein konsequentes Oldschool-Set mit zahlreichen Klassikern aus den frühen Jahren der Band.
Den Auftakt machte „Severed Nations", und sofort war auf dem gesamten Schiff wieder Party angesagt. Nach der Begrüßung des Publikums folgten „Timewave Zero" und anschließend „Dead Inside". Trotz der langen Schlangen an den Getränkeständen war überall Bewegung zu sehen.
Das klassische Set kam bei vielen Besuchern hervorragend an. Schnell wurde die Idee laut, Grendel solle es Combichrist gleichtun und künftige Oldschool-Shows bereits auf Flyern, Bannern und in der Festivalwerbung entsprechend ankündigen. Selbst Besucher, die mit Grendel sonst weniger anfangen können, hatten sichtlich Spaß und würden ein solches Konzept gerne wieder erleben. Schlechte Idee? Ganz sicher nicht.
Leider verging auch dieser Auftritt viel zu schnell. Danach blieb noch etwas Zeit zum Durchatmen, bevor der Headliner des Abends die Bühne übernahm.
Hocico
Nach den starken Auftritten von Alienare und Grendel setzte Hocico den Abend nahtlos fort. Vom ersten Beat an herrschte Ausnahmezustand. Die düstere Lichtstimmung passte perfekt zur Musik und sorgte sofort für die passende Atmosphäre.
Mit ihrem brachialen Sound musste die mexikanische Kultband nicht lange um die Gunst des Publikums kämpfen – die Stimmung war vom ersten Moment an hervorragend. Es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert, und wer zwischendurch eine kurze Abkühlung brauchte, konnte an Deck frische Luft schnappen.
Der Auftritt machte einmal mehr deutlich, warum Hocico völlig zurecht als Headliner des Abends gesetzt war.
Am Ende blickten wir auf einen rundum gelungenen Auftakt zum Amphi-Wochenende zurück und freuten uns auf zwei weitere Tage voller Musik, Tanz und vieler Gespräche mit alten und neuen Freunden. Noch einmal schlafen, dann öffnet der Tanzbrunnen seine Tore zur 20. Ausgabe des Amphi-Festivals.
Das Line-up für „Call the Ship to Port 2027" steht übrigens bereits fest: Auger, Ductape und Solar Fake sind drei gute Gründe, auch im kommenden Jahr wieder an Bord zu sein. Tickets gibt es leider nicht mehr im Amphi-Shop, da CTSTP 2027 bereits ausverkauft ist.
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