Duisburg – Parkhaus Meiderich
13.06.2026
13.06.2026
In Darkness Festival 2026 – Zehn Jahre schwarze Leidenschaft im Parkhaus Meiderich
Zum zehnten Mal. Parkhaus Meiderich. Ausverkauft. Wer das In Darkness Festival kennt, weiß: hier braucht es keine Erklärungen mehr. Das Festival hat sich seinen Platz im Kalender der schwarzen Szene längst erkämpft – und dieses Jahr war das Jubiläum einfach kein Thema für große Worte, sondern für einen langen, guten Tag.
Das Wetter spielte mit. Trocken, angenehm warm, kein Vergleich zum schweißtreibenden Vorjahr. Schon kurz nach dem Einlass war klar, dass viele Besucher nicht primär wegen der Bands gekommen waren – oder zumindest nicht nur. Überall Umarmungen, Wiedersehen, Szenegespräche. Wer hier jemanden nicht kennt, kennt wenigstens jemanden, der jemanden kennt.
Zum Jubiläum gab es bewusst keinen klassischen Headliner. Alle fünf Bands bekamen gleich viel Zeit – je 50 Minuten. Eine Entscheidung, die zum Charakter des Festivals passt: kein Spektakel, kein Ego, einfach Musik.
Zwischen den Sets sorgte eine Feuershow im Außenbereich für zusätzliche Atmosphäre. Feuer, Licht, passende Musik aus den Boxen – und kaum jemand, der dabei einfach nur zuschaut. Die Pausen fühlten sich zu keinem Zeitpunkt wie Pausen an.
Technisch lief es rund. Lediglich bei Schwarzschild verzögerte sich der Start kurz – eine leere Batterie im Mikrofon, schnell getauscht, weiter ging’s.
Digital Energy
Den Anfang machten Digital Energy aus Erfurt. Dass das Publikum schon zu diesem Zeitpunkt gut aufgestellt war, ist keine Selbstverständlichkeit – aber die beiden ließen gar keine Zeit zum Zögern. Energiegeladener Einstieg, der den Rest des Tages auf Temperatur brachte.
Digital Energy
Den Anfang machten Digital Energy aus Erfurt. Dass das Publikum schon zu diesem Zeitpunkt gut aufgestellt war, ist keine Selbstverständlichkeit – aber die beiden ließen gar keine Zeit zum Zögern. Energiegeladener Einstieg, der den Rest des Tages auf Temperatur brachte.
Beyond Border
Beyond Border hatten Songs ihres aktuellen Albums im Gepäck und spielten sich damit souverän in die Herzen des Publikums. Mitsingen, Mitfeiern, gute Laune ohne Kitsch. Die Bühnenpräsenz der Band macht einfach Spaß zuzuschauen – da stimmt die Energie zwischen Bühne und Publikum von der ersten Minute.
Schwarzschild
Kurze Verzögerung, keine große Sache. Schwarzschild ließen sich davon nicht beirren und lieferten einen Auftritt ab, der zeigte, warum sie einen festen Platz in der Szene haben. Die Fans im Publikum waren zahlreich und laut – und das war verdient.
JanRevolution
Schon bevor der erste Ton fiel, war der JanRevolution-Bereich vor der Bühne gut besetzt. Die Anhängerschaft ist leidenschaftlich und sie machten aus dem Auftritt gemeinsam mit der Band etwas, das man eher von einem ausverkauften Clubabend kennt als von einem Festivalmittelteil. Mitreißend.
Gulvøss
Mein Abend gehörte Gulvøss. Die Norweger machten zum Abschluss genau das, was ein Festivalfinale leisten muss: sie ließen nicht nach, sondern legten noch einmal nach. Die Stimme des Frontmanns ist das Erste, was man wahrnimmt – und das Letzte, das einen loslässt. Dazu eine Bühnenpräsenz, die den Raum füllt ohne ihn zu erschlagen. Für mich der stärkste Auftritt des Tages, und ein würdiger Abschluss für ein Festival, das sein Jubiläum nicht feiern musste – weil es sich einfach selbst erklärt.
Impressionen
Fazit
Zehn Jahre In Darkness Festival. Kein bisschen müde. Wer dabei war, weiß, wovon ich rede. Wer nicht dabei war: nächstes Jahr.
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