Aus der angekündigten Panzer-AG-Show wurde kurzfristig etwas deutlich Persönlicheres: die LaPlegua Anthology Show. Statt eines reinen Panzer-AG-Abends brachte Andy LaPlegua seine liebsten Songs aus gleich drei Projekten mit nach Bochum: Panzer AG, Icon Of Coil und Combichrist. Für Fans der härteren elektronischen Gangart war das im Grunde kein Downgrade, sondern ein strategisches Upgrade.
Den Auftakt machten Freakangel mit einer Old-School-Show, die sauber als Anheizer funktionierte. Dunkel, direkt, clubtauglich – genau die richtige Betriebstemperatur für einen Abend zwischen Industrial, EBM und Aggrotech.
Als Andy LaPlegua schließlich die Bühne der Matrix betrat, war schnell klar: Hier geht es nicht um Nostalgieverwaltung. Die Show lebte von Energie, Bewegung und dieser rohen Präsenz, die LaPlegua seit Jahren auszeichnet. Zwischen Combichrist-Wucht, Icon-Of-Coil-Melodien und Panzer-AG-Härte entstand ein Set, das nicht einfach nur „Best of“ war, sondern wie ein Querschnitt durch verschiedene Eskalationsstufen seiner Karriere wirkte.Gerade diese Mischung machte den Abend stark. Die Songs standen nicht isoliert nebeneinander, sondern ergaben ein kompaktes Bild eines Künstlers, der die Szene über Jahre geprägt hat. Mal treibend, mal aggressiv, mal fast hymnisch – aber immer mit klarer Kante.
Die Matrix Bochum bot dafür den passenden Rahmen: nah dran, dunkel, laut und ohne unnötigen Zierrat. Kein Hochglanz – einfach Bühne, Nebel, Druck und ein Publikum, das wusste, warum es da war.
Am Ende blieb der Eindruck eines besonderen Abends: Eine konzentrierte Anthologie aus drei Projekten, die für viele Besucher längst zum Soundtrack der schwarzen Szene gehören. LaPlegua lieferte nicht nur Songs, sondern ein Stück Szene-Geschichte.
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