XX. Amphi-Festival Samstag
Am 25.07.2026 öffnet der Tanzbrunnen seine Pforten zum 20. Amphi-Festival. Pünktlich um 10 Uhr strömt bei bestem Wetter die schwarze Szene auf das Gelände. Viele sind sofort zu den Merch-Ständen gegangen, teilweise war die Schlange knapp 100 Meter lang. Bei einem restlos ausverkauften Festival mit 13.500 Besuchern pro Tag ist das auch kein Wunder. Allerdings verläuft sich das auf dem weitläufigen Gelände und bei der leider weit entfernten Orbit-Stage wieder. Es war zwar voll, aber nicht zu voll.Die Shirts und die anderen Artikel waren wieder sehr beliebt, ebenso die Amphi-Becher in der Edition 2026. Diesmal gab es nur einen Sammelbecher. Dieser war sehr schnell vergriffen, sodass fast nur noch die klaren, langweiligen Standardbecher vorhanden waren. Man musste schon genau aufpassen, wenn man später noch welche haben wollte. Hier wäre eine größere Auflage echt schön gewesen.
Der nächste Kritikpunkt sind die vielen Card-only-Stände bei den Getränken. Im Laufe des Festivals wurde zwar per Zettel darauf hingewiesen, doch mehr Möglichkeiten zur Barzahlung wären besser gewesen. Das ist dem Tanzbrunnen geschuldet, der dies vor Kurzem eingeführt hat. Da ist es gut, dass man zumindest an einigen Ständen noch bar bezahlen konnte.
Gut war allerdings die Auswahl an verschiedenen Angeboten der Gastrostände. Es war für jeden Geschmack etwas dabei. Es wurde viel Wert auf Frische gelegt und für die Veggies hab es auch genug Alternativen.
Desweiteren luden die typischen Marktstände mit ihren szeneorientierten Waren zum Shoppen ein, wenn man denn zwischen der ganzen Musik die Zeit dafür gefunden hat.
Florian Grey
Nach einer schönen Anmoderation von Mark Benecke und Celine Nox wurde gegen 11 Uhr das zwanzigste Amphi-Festival eröffnet, und als erstes stand die Band Florian Grey auf dem Programm. Die Band um den Namensgeber Florian Grey eröffnet gekonnt und lässt die Fans – und die, die es noch werden wollen – mit ihrem Darkrock die Köpfe wackeln. Die neuen Schirme spenden Schatten, es wird heiß heute. Die Stimmung vor der Bühne ist gut und die Leute haben ihren Spaß. Der heutige Tag ist auf der Mainstage sehr Gitarren lastig. Ein schöner Start in den Tag.
Harpyie
Die nächsten beiden Bands habe ich in dieser Kombination vor ein paar Jahren zusammen auf Tour gesehen, und es war damals ein sehr cooler Abend. Umso größer war die Vorfreude, noch einmal Harpyie zu erleben. Open Air ist eben noch mal etwas anderes als Clubkonzerte.Es war die erste und letzte Amphi-Festival-Show der Band. Ende des Jahres hört die Band nach 15 Jahren auf. Umso mehr konnte man sich freuen, noch einmal dabei gewesen zu sein.
Gespielt wurde eine bunte Setliste mit Gassenhauern wie Freakshow, Ikonoklast oder dem Luna-Luna-Cover „Wenn ich tot bin". Gegen Ende der Show wurde Harpyie-typisch noch die Regenbogenflagge geschwungen um ein Zeichen zu setzen. Das macht die Band immer so. Die Show war energiegeladen und endete mit dem klassischen Harpyie-Song Löwenherz. Sie war viel zu schnell vorbei. Wer die Band noch einmal sehen möchte, muss sich beeilen – es gibt nur noch eine sehr kurze Abschlusstournee.
„Der letzte Flug“ Tourdaten
18.09.2026: Köln – Groove Bar
19.09.2026: Gießen – MuK (Music and Kunstverein Gießen e.V.)
25.09.2026: Lübeck – Riders Cafe
26.09.2026: Hameln – Sumpfblume
11.10.2026: Leipzig – Hellraiser
Weitere Konzerte & Festivals29.08.2026: Wuppertal – Me-T-al Festival
12.12.2026: Herford – Krampusfest (mit Storm Seeker, Haggefugg & Lautenfeyn).
Soulbound
Und weiter geht es mit guter Gitarrenmusik – eine Band, die sich nach und nach in die Herzen der Szene spielt.Als Opener gab es den Titeltrack des aktuellen Albums Syn auf die Ohren, und die Masse ist sofort dabei. Es ist voller geworden. Als Nächstes folgte der Song Devil und dann Addicted to Hell vom gleichnamigen Album. Seit diesem Album gehen die Jungs durch die Decke, und mit jedem Mal wachsen sie ein bisschen – sei es über sich selbst hinaus oder die Fangemeinde. Es ist trotz der Hitze voller geworden.
Als Nächstes wurden die Songs Insane, gefolgt von Saint Sinner, gespielt. So langsam habe ich mich gefragt, ob alles in Ordnung ist: Sänger Johnny ist eigentlich dafür bekannt, gerade bei Konzerten gerne mal eine Rede zu halten – heute jedoch fast gar nicht. Und das nur, weil die Bühnenzeit auf Festivals um diese Uhrzeit immer relativ kurz ist.
Für eine Rede über Depression und Mental Health war aber genug Zeit – ein Herzensthema, das immer wieder vorkommt. Meinen Spruch des Tages gab es im Anschluss an die Rede: Ein sehr ungeliebter Politiker wurde als „Stromberg der Nation" bezeichnet. Ich fand das genial, und den meisten sprach das aus der Seele. Nicht nur der Spruch, sondern auch die Aufmerksamkeit für Depression und Mental Health.
Musikalisch ging es dann mit Undone und der ruhigeren Nummer Dark Throne weiter. Danach gab es noch Neon Battlefield und den hymnenartigen Song Forever in the Dark. Es folgte eine kurze Anmoderation, warum die Band „Not Metal Enough" ist, mit dem gleichnamigen Song im Anschluss.
Als letzten Track der Show durfte natürlich der beliebteste Song Alive nicht fehlen – viele singen da natürlich gerne mit.
Die Jungs sind bald auf Co-Headliner-Tour mit Hell Boulevard.
Do. 5.11.2026 Nürnberg | Club Stereo
Fr. 6.11.2026 Mühlhausen | Alte Fleischerei
Sa. 7.11.2026 Potsdam | Waschhaus Saal
Fr. 13.11.2026 Giessen | MUK
Sa. 14.11.2026 Lübeck | Rider's Cafe
Fr. 20.11.2026 Hameln | Sumpfblume
Sa. 21.11.2026 Dortmund | Junkyard
Fr. 4.12.2026 UK-London | O2 Academy Islington
Sa. 5.12.2026 UK-Birmingham | O2 Institute
So. 6.12.2026 UK-Liverpool | O2 Academy
Sa. 12.12.2026 PL-Warschau | Hydrozagadka
Heldmaschine
Wenn Heldmaschine die Bühne betreten, ist eines von der ersten Sekunde an klar: Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Die Band lieferte an diesem Abend einen Auftritt ab, der von der ersten bis zur letzten Minute mit voller Wucht durchgezogen wurde – kompromisslos, druckvoll und mit einer Bühnenpräsenz, die keinen Zweifel daran ließ, warum die Band längst zu den festen Größen der Szene zählt.Zwischen martialischen Beats und eingängigen, hymnischen Refrains entfaltete sich ein Klangbild, das das Publikum sofort in seinen Bann zog. Die Mischung aus harten Rhythmen und der markanten, kraftvollen Stimme sorgte dafür, dass vor der Bühne durchgehend getanzt, gesungen und mitgefiebert wurde. Auch optisch ließen es sich die Musiker nicht nehmen, mit vollem Körpereinsatz und einer klaren, martialischen Ästhetik zu überzeugen, die perfekt zum Sound der Band passt.
Songs alter wie neuer Machart wechselten sich dabei gekonnt ab, ohne dass der Spannungsbogen je abriss. Das Publikum dankte es der Band mit einer Energie, die man selten so geballt erlebt – ein regelrechter Sog, dem sich kaum jemand entziehen konnte.
Am Ende blieb ein Auftritt zurück, der schlicht als geil bezeichnet werden muss: kompromisslos, mitreißend und mit einer Wucht, die noch lange nachhallte. Und natürlich wurde am Ende wieder das R gerollt. So muss das sein!
Das Ich
Wie schon beim letzten mal, als wir Das Ich gesehen haben knallt wieder fröhlich die Sonne und macht die Leute bekloppt. Zum Glück ist es nicht so heiß wie beim letzten mal.Musikalisch bot das Set einen Bogen von den Klassikern bis hin zu neuen Songs des aktuellen Albums "Fanal" – für jeden Geschmack war etwas dabei.
Während der gesamten Show ging es auf der Bühne ordentlich zur Sache. Wo andere Musiker eher ruhig an ihren Instrumenten verharren, nutzten alle drei die Bühne bis in den letzten Winkel aus – vollster Körpereinsatz statt starrer Standposition. Die typische Show kam gut an und liefer wieder eine angenehme Mischung aus neuen und alten Songs. Ich habe den Schatten vor der Bühne genossen und wie viele andere meinen Spaß gehabt.
Solar Fake
Bei Solar Fake war schon vor dem ersten Ton klar: Das wird kein gewöhnlicher Auftritt in gewohnter Standardbesetzung – das wird ein Statement. Neben Sven Friedrich stand diesmal nämlich auch Elliott Berlin auf der Bühne, den viele aus dem Umfeld von Combichrist kennen dürften. Solar Fake rollten an diesem Abend gleich zu viert an – und das Publikum bekam eine Konstellation zu sehen, die man so schnell nicht wieder erlebt.Entsprechend wuchtiger wurde auch der Sound. Sven war dabei wie immer ganz Sven: souverän, präsent und mit genau jener Mischung aus trockenem Charme und roher emotionaler Wucht, die Solar Fake live so unwiderstehlich macht. Elliott Berlin fügte sich dabei nicht nur nahtlos ein, sondern zündete förmlich mit seiner eigenen Bühnenroutine – ohne den Songs auch nur einen Funken ihres Charakters zu nehmen.
Und genau an solchen Momenten zeigt sich, wie brachial gut das Songmaterial von Solar Fake mittlerweile trägt. Die Stücke explodieren förmlich von selbst, das Publikum ist ab der ersten Sekunde restlos im Bann. Am Ende blieb ein Auftritt zurück, der in seiner ungewöhnlichen, aber genialen Besetzung alles aus dem Rahmen sprengte und die Fans komplett von den Socken gehauen hat.
Und das Beste kommt zum Schluss: Solar Fake sind nächstes Jahr Headliner beim Call the Ships to Port – und die Show ist schon jetzt praktisch ausverkauft. Wer noch Karten will, sollte sich beeilen!
Mono Inc.
Weiter geht es mit der nächsten großartigen Band des Tages – und die Rede ist von keiner Geringeren als Mono Inc. Wer den Namen hört, weiß sofort, was ihn erwartet: hymnischer Dark Rock, getragen von Pathos, Melancholie und großen, ehrlichen Emotionen. Die Band aus Hamburg hat sich über viele Jahre hinweg fest in der Gothic- und Rockszene verankert und begeistert immer wieder aufs Neue mit ihrer Mischung aus eingängigen Melodien und kraftvoller, durchdachter Inszenierung. Die Songs von Mono Inc. verstehen es meisterhaft, düstere Romantik mit energiegeladenen Gitarren und klaren, mitreißenden Refrains zu vereinen. Lyrisch bewegt sich die Band dabei zwischen den großen Themen des Lebens – Liebe, Verlust, Freiheit und Aufbruch – und schafft so eine Musik, die zugleich zutiefst nahbar und gleichzeitig episch groß wirkt. Genau dieser Spagat ist es, der die Band seit Jahren so besonders macht.
Viele der gespielten Songs laden geradezu zum Mitsingen ein, allen voran echte Szene-Hymnen wie "Children of the Dark" oder "Voices of Doom". Wenn diese Titel angestimmt werden, verschmelzen Bühne und Publikum für einen Moment zu einer einzigen, gemeinsam singenden Gemeinschaft. Es sind genau diese Augenblicke, die eine Show unvergesslich machen.
Am Ende bleibt eine Show zurück, die restlos begeistert und gleichzeitig große Lust auf mehr macht.
Covenant
Es war eine Ankündigung, die viele Fans mit gemischten Gefühlen zurückließ: VNV Nation mussten ihren Headliner-Auftritt krankheitsbedingt absagen. Ronan Harris hatte sich erneut mit gesundheitlichen Problemen auseinanderzusetzen – bereits im vergangenen Jahr war es zu einer ähnlichen Situation gekommen. An dieser Stelle deshalb von Herzen: Gute Besserung, Ronan. Die Szene wünscht sich nichts sehnlicher, als die Band bald wieder gesund und in gewohnter Stärke auf der Bühne begrüßen zu dürfen.Für den entstandenen Ausfall sprang schließlich Covenant ein – und wer die schwedischen Elektro-Veteranen kennt, wusste sofort: Ein würdiger Ersatz war gefunden. Seit Jahrzehnten zählt die Band zu den festen Größen der Szene, ihre Mischung aus treibendem Future-Pop und melancholischen Synth-Landschaften hat Generationen von Fans geprägt. Entsprechend groß war die Vorfreude, trotz der kurzfristigen Umstände noch einmal ein echtes Highlight präsentiert zu bekommen.
Der Opener des Abends sollte eigentlich "Leiermann" sein – ein Track, der mit seiner charakteristischen, fast schon hypnotischen Klanglandschaft perfekt geeignet gewesen wäre, um die Mainstage sofort in Stimmung zu versetzen. Leider machten technische Probleme genau an dieser Stelle einen Strich durch die Rechnung. Der Sound beim ersten LIed klang nicht, wie gewohnt. Es war ein kurzer, unangenehmer Moment der Unsicherheit – doch die Band bewies Nervenstärke und ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Ich fand es nur schade, da es einer meiner Lieblingssongs der Band ist.
Ab diesem Moment lief alles wie am Schnürchen. Was folgte, war ein Set, das genau jene ruhige, aber gleichzeitig tief emotionale Intensität ausstrahlte, für die Covenant seit jeher bekannt sind. Zwischen melancholischen Klangflächen und treibenden Rhythmen entfaltete sich eine Atmosphäre, die das Publikum spürbar in ihren Bann zog. Es war keine Show der lauten, effekthascherischen Gesten, sondern eine, die ihre Wirkung aus der Substanz der Musik selbst schöpfte – aus jahrzehntelanger Erfahrung, aus Songs, die längst zu Klassikern der Szene geworden sind, und aus einer Band, die genau weiß, wie sie ihr Publikum trägt.
Vor der Bühne war die Begeisterung deutlich zu spüren. Die Fans, die sich dicht gedrängt versammelt hatten, ließen sich von den anfänglichen technischen Schwierigkeiten in keiner Weise die Stimmung verderben. Im Gegenteil: Es wirkte fast so, als hätte der holprige Start die anschließende Erleichterung und Euphorie nur noch verstärkt. Songs wurden textsicher mitgesungen, hier und da wurde getanzt, an anderen Stellen einfach nur andächtig gelauscht – genau jene Bandbreite an Reaktionen, die eine wirklich gute Show ausmacht.
Am Ende blieb ein Abend zurück, der trotz kurzfristiger Umbesetzung und kleinerer technischer Startschwierigkeiten restlos überzeugen konnte. Covenant bewiesen einmal mehr, warum sie zu den verlässlichsten und zugleich mitreißendsten Live-Acts der Szene gehören. Ein Auftritt, der zeigte, dass echte Klasse sich auch dann durchsetzt, wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind – und der die Fans mit einem zufriedenen, warmen Gefühl aus der Halle entließ.
XX. Amphi-Festival Sonntag
Immer wieder Amphi-Sonntag ist man richtig kaputt. So ging es zumindest mir, als ich viel zu früh aus dem Bett gekommen bin um pünktlich beim Opener des Tages vor Ort zu sein. Also schnell Koffein getankt und den Zombie im Bad verschwinden lassen um etwas menschlicher auszusehen und ab geht der zweite und letzte Tag der Jubiläumsausgabe des Amphi-Festivals.
Motel Transylvania
Die italienische Band Motel Transylvania steht für tanzbaren Gothic Rock mit einer gehörigen Prise Horror-Pop. Die italienische Band vereint verzerrte Gitarren, treibende Rhythmen und eingängige Hooks zu einem Sound, der gleichermaßen schaurig, sexy und mitreißend wirkt – eine Kombination, die man so nicht allzu oft erlebt.Mit ihrem starken visuellen Stil, einer geradezu cineastischen Ästhetik und einer erkennbaren Vorliebe für das Morbide gelingt es Motel Transylvania mühelos, klassische Gothic-Elemente in ein modernes Klanggewand zu kleiden. Zwischen düsterer Theatralik und clubtauglicher Energie entsteht so eine Mischung, die sich spürbar vom Gewohnten abhebt und genau dadurch im Gedächtnis bleibt.
Live zelebriert die Band eine mitreißende Show, die sich irgendwo zwischen Halloween-Rave und düsterem Rocktheater ansiedelt – intensiv, verspielt und voller dunklem Charme. Der perfekte Opener an einem noch relativ kühlen, aber immerhin trockenen Amphi-Sonntag. Ich muss zugeben: So ganz hatte ich die Band vorher noch nicht aktiv auf dem Schirm. Doch das haben die Jungs mit diesem geilen Auftritt eindrucksvoll geändert. Es war trotz der frühen Uhrzeit sehr viel Bewegung und positive Energie auf und vor der Bühne.
Apropos Lust. Früher hieß das Motto auf dem Amphi ja immer "Glaub, Liebe, Amphi". Bei dem Song "Liebe, Burning, Lust" hat sich das für mich in diesem Moment ganz spontan verändert – und genau solche kleinen, unerwarteten Momente sind es, die einen Festivaltag am Ende so besonders machen.
Industrial Dance Video Project
Auch dieses Jahr ruft die Industrial Dance Association MOTUS BRAXIUM zum Battle – und auch dieses Jahr liefert sie ab. Wer glaubt, ein Dance-Contest sei nur Beiwerk zum eigentlichen Festival, war offensichtlich noch nie hier.DJ Ghoul stand an den Reglern und machte von der ersten Sekunde an klar, worum es geht: Härte, Präzision, kein Leerlauf. Beat auf Beat, druckvoll, treibend, genau die Sorte Sound, die einem den letzten Rest Müdigkeit aus den Gliedern prügelt. Eine Disko zum Wachwerden – und wer bei diesen Bässen noch stillstehen konnte, hat es wohl nicht ernsthaft versucht.
Und dann die Teilnehmertreten mit vollem Einsatz an. Kein Zögern, kein halbherziges Mitwippen, sondern echter Wettstreit, ausgetragen mit Körper und Haltung. Die Bewegungen: mal hart und kantig, mal fließend bis in die Fingerspitzen, immer mit diesem unverwechselbaren Industrial-Drive, der die Szene so besonders macht. Wer aufmerksam hinschaut, nimmt garantiert die eine oder andere neue Move-Idee mit nach Hause – dieser Contest ist Inspiration pur, live und ungefiltert.
Das Publikum drumherum? Mittendrin statt nur dabei. Anfeuern, Klatschen, mit Tanzen – die Grenze zwischen Zuschauer und Tänzer verschwimmt an dieser Veranstaltung ohnehin sehr schnell. Musik verbindet.
Extize
Wenn Extize die Bühne betreten, ist eigentlich schon vorher klar: Hier wird es heiß hergehen – und an diesem Abend galt das gleich doppelt. Das Theater hatte sich im Laufe des Tages regelrecht aufgeheizt, die Luft stand dick und schwer im Raum, noch bevor der erste Beat überhaupt gefallen war. Doch statt die Stimmung zu bremsen, schien genau diese drückende Hitze das Ganze nur noch weiter anzuheizen.Extize stehen für treibenden, kompromisslosen, elektronische Musik, der direkt in die Beine fährt und keine Verschnaufpause kennt. Kaum ertönten die ersten harten Beats, verwandelte sich die ohnehin schon glühende Location in einen einzigen tanzenden, schwitzenden Organismus. Zwischen stampfenden Bässen und scharf geschnittenen Synth-Flächen entlud sich eine Energie, die man förmlich körperlich spüren konnte – dichte Luft hin oder her.
Auf der Bühne wurde volle Kompromisslosigkeit zelebriert: keine Schonhaltung, kein Zurücklehnen, sondern Vollgas von der ersten bis zur letzten Minute. Das Publikum, längst durchgeschwitzt und trotzdem völlig euphorisch, hielt bereitwillig mit und verwandelte den Raum in einen Ort, an dem Hitze längst nicht mehr als Störfaktor, sondern als Teil des Erlebnisses wahrgenommen wurde.
Am Ende blieb ein Gefühl zurück, das größer war als jedes Unbehagen durch die Temperatur: ein Konzert, das trotz – oder vielleicht gerade wegen – der schweißtreibenden Bedingungen restlos mitgerissen hat. Ein Auftritt, welcher auf der Mainstage besser platziert wäre, denn es war viel zu eng. Einige haben sich bewusst mit dem Vorraum begnügt.
Chrom
Manchmal schreibt ein Festivaltag seine eigenen kleinen Wunder – und eines davon ereignete sich an diesem Mittag vor der Mainstage. Um 12 Uhr, zu einer Uhrzeit, zu der auf vielen Festivals gerade erst gemütlich die ersten Kaffeebecher geleert werden, herrschte hier bereits ein Andrang, den man sonst eher von den Headlinern am späten Abend kennt. Kaum ein freier Fleck war noch zu finden, die Menge stand dicht gedrängt, und wer erst kurz vor Beginn eintraf, musste sich mit einem Platz weit hinten begnügen. Der Grund dafür: Chrom.Was hier zu erleben war, hatte mit einem gewöhnlichen frühen Slot nichts mehr zu tun. Chrom stehen für kompromisslosen, treibenden Elektro-Sound, der zwischen düsteren Synth-Flächen und stampfenden Beats keinen Millimeter Raum für Langeweile lässt. Kaum ertönten die ersten Klänge, war klar: Diese Band hatte sich in den vergangenen Jahren nicht nur eine treue Fangemeinde erspielt, sondern längst eine, die bereit ist, für sie extra früh aufzustehen und sich stundenlang die Beine in den Bauch zu stehen.
Besonders zwei Songs sorgten für kollektive Gänsehaut im Publikum: "Regret and Testify" ließ die Menge sofort textsicher mitgehen, während "Paralysed" mit seiner hypnotischen Wucht die ohnehin schon dichte Menschentraube noch einmal enger zusammenrücken ließ. Zwischen harten Basslines und hypnotischen Melodiebögen entstand eine Atmosphäre, die eher an einen späten Abendauftritt erinnerte als an einen Mittagstermin.
Auf der Bühne wurde mit voller Hingabe gearbeitet – intensiv, druckvoll und mit einer Präsenz, die keinerlei Zweifel daran ließ, warum sich hier so viele Menschen versammelt hatten. Das Publikum tanzte, sang mit und ließ sich von der Energie auf der Bühne restlos mitreißen, als gäbe es gar keine Uhrzeit, die dagegensprechen könnte. Immer wieder war zwischen den Songs auch das Raunen zu hören, das man aus der Szene kennt, wenn eine Band spürbar am Zenit ihres Live-Könnens angekommen ist: Viele Fans wünschen sich nichts sehnlicher als ein neues Album, das dem enormen Live-Output der Band endlich auch auf Tonträger gerecht wird.
Am Ende blieb ein Eindruck zurück, der weit über die eigentliche Zeitschiene des Auftritts hinausging: Chrom hatten es geschafft, dass sich ihr Slot anfühlte wie der Act des Tages – nicht wegen der Position im Zeitplan, sondern schlicht wegen der Wucht, mit der sie die Bühne für sich einnahmen. Ein Auftritt, der eindrucksvoll zeigte, dass wahre Festivalmomente sich nicht an der Uhrzeit orientieren, sondern einzig und allein an der Energie, die auf der Bühne entfacht wird. Und wer Christian und Alexander später noch bei der Autogrammstunde oder so auf dem Gelände begegnet ist hat den beiden angemerkt, wie happy sie mit diesem unglaublichen Andrang waren. Nächste mal bitte in den frühen bis späten Abend einplanen.
Assemblage 23
Wenn Tom Shear die Bühne betritt, weiß das Publikum genau, was es erwartet – und wird trotzdem jedes Mal aufs Neue mitgerissen. Assemblage 23 stehen seit Jahrzehnten für gefühlvollen, zugleich druckvollen Electro-Pop, der zwischen melancholischen Texten und treibenden Synth-Melodien eine ganz eigene Balance findet. Genau diese Mischung entfaltete an diesem Abend einmal mehr ihre volle Wirkung.Schon mit den ersten Klängen war spürbar, dass hier eine Band auf der Bühne stand, die genau weiß, wie sie ihr Publikum abzuholen hat. Tom Shears Stimme, warm und dennoch mit einer gewissen Zerbrechlichkeit versehen, trug die Songs mühelos durch die Halle und verlieh selbst den treibenderen Nummern eine emotionale Tiefe, die man von reinem Electro-Pop nicht unbedingt erwarten würde. Zwischen eingängigen Hooks und nachdenklichen Textzeilen entstand so ein Set, das sowohl zum Tanzen als auch zum stillen Mitfühlen einlud.
Die Setlist bot dabei einen gelungenen Querschnitt durch die Bandgeschichte: Klassiker, die das Publikum textsicher mitsingen konnte, trafen auf neuere Stücke, die zeigten, dass Assemblage 23 auch nach so vielen Jahren nichts von ihrer kreativen Frische eingebüßt haben. Die Band agierte dabei angenehm unaufgeregt, ohne große Show-Effekte, dafür mit einer Präsenz, die ganz aus der Musik selbst kam.
Vor der Bühne war die Stimmung durchweg ausgelassen. Immer wieder wurde mitgesungen, getanzt und geklatscht, während sich zwischen den Songs eine fast familiäre Verbundenheit zwischen Band und Publikum spürbar machte. Genau diese Nähe ist es, die Konzerte von Assemblage 23 so besonders macht – hier steht keine unnahbare Bühnenfigur im Rampenlicht, sondern ein Musiker, der seine Songs mit sichtbarer Ehrlichkeit lebt.
Schattenmann
Als Nächstes stand Schattenmann auf dem Programm – und schon beim ersten Blick auf die Bühne wurde klar, dass sich einiges getan hat. Auch wenn ich mich ehrlich gesagt immer noch nicht ganz an den optischen Stilwechsel der Band gewöhnt habe, musste ich spätestens nach den ersten Takten feststellen: Die Show war genau so mitreißend, druckvoll und energiegeladen, wie man es von Schattenmann gewohnt ist.Die Band hat sich hörbar und sichtbar neu erfunden, ohne dabei auch nur einen Funken ihrer Identität zu verlieren – und genau das macht den aktuellen Weg von Schattenmann so spannend. Klassiker, bei denen das Publikum textsicher mitging, trafen dabei auf frisches, neues Material, das sich erstaunlich organisch in das Set einfügte. Statt eines harten Bruchs entstand so ein wunderbar abgestimmter Bogen zwischen Altbewährtem und mutiger Neuausrichtung.
Am Ende blieb ein Gefühl zurück, das man selten so klar spürt: Hier steht eine Band, die keine Angst vor Veränderung hat und trotzdem genau das liefert, was die Fans an ihr lieben – kompromisslos, energetisch und mit spürbarer Spielfreude bis zur letzten Minute.
Solitary Experiments
Solitary Experiments betraten als Nächstes die Bühne – und wer die Band kennt, wusste sofort, dass hier ein echtes Stück Electro-Geschichte auf der Bühne stand. Mit inzwischen weit mehr als 30 Jahren Bühnenerfahrung zählt das Trio längst zu den festen Institutionen der Szene, und genau diese Erfahrung war dem Auftritt in jeder Sekunde anzumerken. Bemerkenswert ist dabei vor allem der Ursprung der Band: Angefangen hat alles 1993 mit einem Amiga 500 und einem Kawai K4 Synthesizer – aus bescheidenen technischen Anfängen ist über die Jahrzehnte ein Sound gewachsen, der bis heute nichts von seiner Kraft eingebüßt hat. Genau dieser weite Bogen von den frühen Anfängen bis zur heutigen Bühnenpräsenz macht Solitary Experiments zu einer Band, an der in der Electro-Szene schlicht niemand vorbeikommt.
Live zeigte sich dieses Erfahrungspolster deutlich: Zwischen treibenden EBM-Elementen und eingängigen, melodischen Future-Pop-Momenten fand die Band mühelos die Balance, die sie seit jeher auszeichnet – druckvoll und emotional zugleich, ohne dass eines der beiden Elemente zu kurz kam. Genau diese Fähigkeit, Aggression und Melodie miteinander zu verweben, ist es, die den Sound der Band bis heute so unverwechselbar macht.
Diary of Dreams
Wenn Diary of Dreams die Bühne betreten, verändert sich spürbar die Atmosphäre auf dem gesamten Festivalgelände. Kein anderer Act versteht es so sehr, aus reinem Klang eine ganze Welt zu erschaffen – düster, poetisch und von einer eigentümlichen Schönheit, die man selten so intensiv erlebt.Schon mit den ersten Tönen legte sich eine fast greifbare Ruhe über die Menge. Adrian Hates markante, unverwechselbare Stimme trug die Songs mühelos durch die Halle und verlieh selbst den treibenderen Passagen eine melancholische Tiefe, die tief unter die Haut geht. Zwischen kunstvoll geschichteten Synth-Flächen und subtilen Gitarrenklängen entfaltete sich ein Klangbild, das nie aufdringlich wirkte, sondern sich vielmehr langsam und beharrlich in den Köpfen des Publikums festsetzte.
Die Setlist bot dabei einen wunderbar ausgewogenen Querschnitt durch die lange Bandgeschichte. Ältere Klassiker, bei denen das Publikum jede Zeile mitsummte, trafen auf neuere Stücke, die eindrucksvoll zeigten, dass die Band auch nach so vielen Jahren nichts von ihrer künstlerischen Eigenständigkeit eingebüßt hat. Besonders bemerkenswert war dabei, wie mühelos Diary of Dreams zwischen ruhigen, fast intimen Momenten und energiegeladeneren Passagen wechselten, ohne dass sich der Auftritt dabei je zerfahren anfühlte.
Visuell setzte die Band auf eine zurückhaltende, aber äußerst wirkungsvolle Inszenierung. Sparsam eingesetzte Lichtstimmungen unterstrichen die ohnehin schon dichte Atmosphäre der Songs, ohne sie mit unnötigem Bombast zu überladen. Genau diese Reduziertheit ist es, die einen Auftritt von Diary of Dreams von vielen anderen Live-Erlebnissen der Szene unterscheidet – hier steht die Musik selbst im Mittelpunkt, nicht die Show drumherum.
Vor der Bühne zeigte sich das Publikum sichtlich ergriffen. Statt lautem Jubel dominierten andächtiges Lauschen und leises Mitsingen, unterbrochen von Momenten spontaner, herzlicher Begeisterung, wenn ein besonders geliebter Song angestimmt wurde. Diese besondere Mischung aus Konzentration und emotionaler Hingabe machte deutlich, wie tief die Musik der Band bei ihren Fans verwurzelt ist.
Am Ende blieb ein Auftritt zurück, der weniger durch spektakuläre Effekte als durch seine stille, konsequente Intensität überzeugte. Diary of Dreams bewiesen einmal mehr, dass große Gefühle nicht immer laut sein müssen, um nachhaltig zu wirken. Ein Set, das noch lange nachklingen wird und einmal mehr zeigte, warum die Band zu den prägendsten und einzigartigsten Stimmen der dunklen Szene zählt.
Eisbrecher
Wenn Eisbrecher als Headliner angekündigt ist, ist eines von vornherein klar: Hier wird es kein gewöhnlicher Abschluss des Festivaltages, sondern ein Höhepunkt, der lange in Erinnerung bleiben wird. Und tatsächlich lieferte die Band um Alex Wesselsky an diesem Abend genau jene Mischung aus Härte, Bühnenshow und überraschenden Momenten, die man von ihnen erwartet – und noch ein gutes Stück mehr.Schon am Morgen war Alex Wesselsky mitten unter den Fans unterwegs. Statt sich hinter den Kulissen zu verschanzen, unterhielt er sich in aller Ruhe mit Besuchern, ließ sich für Selfies ablichten und sorgte so schon Stunden vor seinem eigentlichen Auftritt für die ersten leuchtenden Augen auf dem Gelände. Solche Gesten bleiben hängen und zeigen, dass die Band ihre Fans nicht nur auf der Bühne, sondern auch abseits davon ernst nimmt.
Am Abend selbst zeigte sich Wesselsky dann standesgemäß in Szene gesetzt: Flecktarn-Outfit, garniert mit einem großen Peace-Symbol über der Aufschrift "Waffen, Waffen, Waffen". In der Weste lief er auch schon morgens herum, aber das volle Bühnenoutfit ist sehr viel eindrucksvoller. Und genau dieser Track war es auch, der an diesem Abend besonders schwer wog. Was vor Jahren geschrieben wurde, hat leider bis heute nichts von seiner traurigen Aktualität verloren. Angesichts der aktuellen Weltlage wirkte der Song weniger wie ein Rückblick, sondern vielmehr wie ein mahnender Kommentar zur Gegenwart – eine Kritik, die man sich so eigentlich nicht mehr hätte wünschen sollen, noch aktuell sein zu müssen. Nach dem Song Waffen, Waffen, Waffen kam ein besonderer Moment. Der Song "Die Hoffnung stirbt zuletzt", bei dem Sotiria, bekannt als Sängerin von Eisblume, mit auf die Bühne kam. Ihre Stimme setzte einen wunderbar kontrastierenden, weicheren Akzent zur sonst so kantigen Eisbrecher-Wucht und zeigte, wie gut sich unterschiedliche Stimmfarben in den Songs der Band einfügen lassen.
Später bei dem Song "Zeitgeist" gesellte sich niemand Geringeres als Joachim Witt dazu, dessen markante Stimme dem Track eine zusätzliche, fast schon monumentale Note verlieh. Den letzten Gastauftritt gab es bei dem Song "Auf die Zunge". Es gesellte sich Frank Herzig von Schattenmann dazu – ein Auftritt, den Wesselsky launig damit kommentierte, dass Herzig genau die Frisur trage, die er selbst sich eigentlich schon lange wünsche. Solche kleinen Sticheleien sorgten für reichlich Gelächter im Publikum und unterstrichen einmal mehr, mit wie viel Humor und Lockerheit Wesselsky durch den Abend führte.
Zwischen all den musikalischen Highlights blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke. Wesselsky ließ es sich nicht nehmen, immer wieder kleine Sprüche loszulassen und mit der "Peitsche vom Benecke" für lustige Aktionen zu sorgen. Entertainer durch und durch.
Den persönlichen Höhepunkt des Abends bildete für mich jedoch "Out of the Dark", bei dem sämtliche Gastsänger noch einmal gemeinsam auf die Bühne zurückkehrten. Die Kombination aus Wesselskys kraftvoller Stimme und den unterschiedlichen Gaststimmen ergab einen Moment geballter Energie, der die gesamte Bandbreite des Abends noch einmal eindrucksvoll bündelte.
Am Ende blieb ein Headliner-Auftritt zurück, der weit mehr bot als nur die erwartete Härte und Bühnenpower: Er lieferte Nähe zu den Fans, humorvolle Momente, hochkarätige Gäste – und mit "Waffen, Waffen, Waffen" auch einen ernsten, nachdenklich stimmenden Fingerzeig auf die Gegenwart. Ein rundum gelungener Abschluss, der zeigte, warum Eisbrecher zu Recht als Headliner auf der großen Bühne stand. Wie üblich, ging die Band zu Freddy Quinns "Junge, komm bald wieder" von der Bühne. Und genau das wünschen wir uns natürlich auch.
Impressionen
Was wäre ein Festival ohne euch?! Ihr seid das pure, pulsierende Herz dieses ganzen Wahnsinns – ohne euch wäre alles nur leere Bühnen und stille Lautsprecher! Ihr bringt die Energie, die Magie, das unbeschreibliche Gefühl, das ein Festival erst zum Festival macht! Jeder Jubel, jedes strahlende Lächeln, jeder Moment des gemeinsamen Feierns – das seid ihr! Wir könnten nicht dankbarer und begeisterter sein, dass es euch gibt. Ihr seid einfach unglaublich – DANKE, dass ihr Teil dieses unvergesslichen Abenteuers seid!
Nach den Amphi ist vor dem Amphi
Was für ein Wochenende. Gute Musik, tiefe Gespräche, eine Atmosphäre, wie man sie sich für ein Festival nur wünschen kann – das AMPHI hat wieder einmal gehalten, was es verspricht. Wer da war, weiß: Das war keine gewöhnliche Zusammenkunft der Szene, das war ein Fest der Gemeinschaft, der Musik und des Miteinanders, wie man es sich Jahr für Jahr aufs Neue herbeisehnt.Klar, ein paar Kritikpunkte gab es auch dieses Mal – aber die haben wir bereits ausführlich beleuchtet, und sie schmälern das große Ganze in keiner Weise. Denn unterm Strich war es genau das Festival, das man liebt und kennt: ehrlich, chaotisch-schön, mit all seinen Ecken und Kanten.
Und dann natürlich das Wetter – die ewige Konstante beim AMPHI. Entweder man wird gnadenlos durchgebraten oder bis auf die Haut durchgeweicht. Diesmal gab es beides, großzügig verteilt auf ein einziges Wochenende. Sonnenbrand am Samstag, klatschnass am Sonntag – Wetterextreme inklusive, wie es sich für ein echtes AMPHI eben gehört.
Ein riesengroßes Dankeschön geht an alle, die dieses Festival Jahr für Jahr möglich machen – an die Bands, das Team, die Helfer und natürlich an euch, die ihr diese besondere Stimmung erst entstehen lasst. Ohne euch wäre das alles nur eine lebloses Gelände mit Bühnen drauf. Am 24. und 25.07.2027 heißt es wieder AMPHI-FESTIVAL XXI. Tickets gibt es wie immer im Amphi-Shop. Normalerweise würden wir jetzt schon auf die ersten Bandankündigungen für nächstes Jahr eingehen. Doch leider gibt es nach aktuellem Stand noch keine Informationen dazu.
Wer es noch nicht getan hat, sollte auch die Besucherumfrage ausfüllen.
Ich hoffe, wir sehen uns alle nächstes Jahr!
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