Schwarz in Busenwurth II, Schleswig-Holstein
05.06.2026 bis 07.06.2026
Von Danni Böwe

Zwischen Regenschauern, Plattdeutsch und jeder Menge guter Stimmung


850 Kilometer Anreise an einem Freitagvormittag; um 8:00 Uhr ging es los – wer regelmäßig Festivals besucht, weiß genau, was das bedeutet. Staus, Baustellen, stockender Verkehr und leider auch der eine oder andere Unfall. Auch unsere Fahrt nach Busenwurth verlief nicht ohne die üblichen Herausforderungen auf Deutschlands Autobahnen. Umso größer war die Vorfreude, als wir schließlich das Gelände des Lucy Fairs Garden Festivals erreichten.
Zum dritten Mal fand das familiäre Festival im hohen Norden statt und konnte seine Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr eindrucksvoll steigern. Waren 2025 noch rund 500 Besucher vor Ort, zog es in diesem Jahr bereits etwa 1.000 Gäste nach Busenwurth. Ein Wachstum, das zeigt, dass sich das Festival längst einen festen Platz im Kalender vieler Szeneanhänger gesichert hat.
Das Festivalgelände überzeugte erneut mit kurzen Wegen und einer entspannten Atmosphäre. Zwei Bühnen – die größere Meadow Stage und die kleinere Garden Stage – sorgten dafür, dass die Besucher jederzeit schnell zwischen den Konzerten wechseln konnten. Direkt angrenzend an den Eingang befand sich der Campingbereich, der sowohl Zelten als auch Wohnmobilen ausreichend Platz bot. Auch die Parkplatzsituation ließ keine Wünsche offen.

Abseits der Bühnen war für das leibliche Wohl gesorgt. Ein Burgerstand, ein Grillstand, zwei Bierstände und ein Metstand versorgten die Besucher während des gesamten Wochenendes. Leider waren die bestellten Bierwagen nicht erschienen, so dass der Platz zwischen den Bühnen etwas leerer war, als geplant. Für ein Bier musste man also zurück zum Händlerbereich, was aufgrund der kurzen Wege aber kein Problem war. Ergänzt wurde das Angebot durch einen kleinen Marktbereich auf dem Gelände. Neben Merchandising-Artikeln lockte dort unter anderem ein Mittelalterstand mit Gewandungen und passenden Accessoires.

Besonders angenehm fiel während des gesamten Wochenendes die familiäre Atmosphäre auf. Viele Musiker waren nicht nur während ihrer Auftritte präsent, sondern bewegten sich ganz selbstverständlich über das Gelände, schauten sich andere Bands an oder kamen mit Besuchern ins Gespräch. So konnten wir beispielsweise Mitglieder von Tyske Ludder im Publikum bei j:dead entdecken. Genau diese Nähe zwischen Künstlern und Besuchern macht den besonderen Charme kleinerer Festivals aus.

Auch das Publikum spiegelte diese Atmosphäre wider. Von jungen Szenegängern bis hin zu den Urgesteinen der schwarzen Szene war alles vertreten. Gleichzeitig fanden auch einige neugierige Besucher aus der Region den Weg auf das Festivalgelände. Die Mischung funktionierte überraschend gut und sorgte für ein offenes und entspanntes Miteinander.

Wettertechnisch zeigte sich Norddeutschland zunächst von seiner wechselhaften Seite. Sowohl Freitag als auch Samstag wurden immer wieder von Regenschauern begleitet. Der Stimmung schadete das jedoch nicht. Viele Besucher standen mit Regenschirmen vor den Bühnen, andere in Ponchos und wieder andere tanzten unbeirrt weiter, als wäre strahlender Sonnenschein. Auch während eines besonders kräftigen Schauers ließ sich wunderbar beobachten, wie sich niemand die gute Laune verderben ließ. Spätestens in diesem Moment wurde deutlich, dass sich die Besucher des Lucy Fairs Garden Festivals auch im Jahr 2026 von ein paar Regentropfen nicht beeindrucken lassen.

Der Festivalauftakt am Freitag wurde allerdings von einigen technischen Schwierigkeiten begleitet. Diese führten zu Verzögerungen im Zeitplan und teilweise verkürzten Spielzeiten. Angesichts der Herausforderungen reagierten Veranstalter, Technikcrew und Bands jedoch professionell, sodass die Besucher den Abend dennoch genießen konnten. Die gute Stimmung blieb davon weitgehend unberührt.

Eine Besonderheit des Festivals war die Moderation auf Plattdeutsch. Für die Einheimischen sicherlich ein Stück Heimatgefühl, für mich als Besucherin dagegen nicht immer vollständig verständlich. Manchmal blieb nur ein fragender Blick zu den Nachbarn und die Hoffnung, dass gleich die richtige Band auf die Bühne kommt. Charmant war es aber allemal.

Freitag


The Snatcher


Den Auftakt des Festivals übernahmen The Snatcher. Trotz der noch nicht vollständig gefüllten Fläche vor der Bühne gelang es der Band schnell, die ersten Besucher in Festivalstimmung zu versetzen und einen gelungenen Start ins Wochenende zu liefern.

Beyond Border


Beyond Border gehören inzwischen zu den festen Größen der deutschen Synthpop-Szene. Mit ihren eingängigen Melodien und der sympathischen Bühnenpräsenz sorgte die Band für viele tanzende Besucher vor der Bühne.

Rotoskop


Rotoskop gehört mittlerweile zu den Künstlern, denen man auf Festivals der schwarzen Szene regelmäßig begegnet. Hinter dem Projekt steht dabei lediglich eine Person, die als Sänger, Musiker und Produzent sämtliche kreativen Fäden in der Hand hält. Trotz dieses Soloprojekt-Charakters gelingt es Rotoskop immer wieder, eine bemerkenswerte Präsenz auf die Bühne zu bringen. Musikalisch lebt das Projekt von eingängigen Melodien, elektronischen Klanglandschaften und Texten, die häufig einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen werfen. Gerade diese Kombination aus tanzbaren Songs und inhaltlicher Tiefe macht den besonderen Reiz aus. Auch in Busenwurth zeigte sich einmal mehr, warum Rotoskop in den vergangenen Jahren viele neue Anhänger gewinnen konnte. Die Songs des aktuellen Albums „Passive/Aggressive“ fügten sich dabei nahtlos in das Programm ein und sorgten für einen gelungenen Auftritt, der sowohl zum Nachdenken als auch zum Tanzen einlud.

Alienare


Einer der ersten Höhepunkte des Wochenendes. Für Alienare waren wieder zahlreiche Fans aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Bereits vor dem Auftritt waren die markanten Bandshirts und die Farbe Grün überall auf dem Gelände zu sehen. Die drei T’s (Tim, Timo und Tobi) verstanden es einmal mehr, das Publikum mitzureißen und sorgten trotz des wechselhaften Wetters für beste Stimmung vor der Bühne. Auch die neue Frisur von Sänger Tim blieb den Besuchern nicht verborgen und sorgte für Gesprächsstoff.

Die Kammer


Mit ihrem unverwechselbaren Stil brachten Die Kammer eine ganz eigene Atmosphäre nach Busenwurth. Zwischen den elektronisch geprägten Bands des Tages setzte die Formation einen spannenden musikalischen Akzent.

Leæther Strip


Leæther Strip gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Namen der elektronischen Szene. Entsprechend groß war die Freude vieler Besucher, Claus Larsen live erleben zu können. Mit seiner Bühnenpräsenz und zahlreichen Klassikern stellte er einen der Höhepunkte und Headliner der Garden Stage des ersten Festivaltages. Umso bedauerlicher war es, dass der Auftritt den Nachwirkungen der technischen Probleme vom Nachmittag zum Opfer fiel. Aufgrund des engen Zeitplans musste das Konzert pünktlich um 23:00 Uhr beendet werden – und das ausgerechnet mitten in einem laufenden Song. Sowohl für die Besucher als auch für den Künstler war dies ein unglücklicher Moment, der dem ansonsten starken Auftritt einen etwas abrupten Schlusspunkt setzte.
Die Reaktion des Publikums zeigte jedoch deutlich, welchen Stellenwert Leæther Strip in der Szene besitzt. Trotz des unerwarteten Endes wurde Claus Larsen mit großem Applaus verabschiedet.

L’Âme Immortelle


Den Abschluss des ersten Festivaltages übernahmen L’Âme Immortelle. Die Wiener Formation um Sonja Kraushofer und Thomas Rainer gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Namen der schwarzen Szene und zog entsprechend viele Besucher vor die Bühne. Mit ihrer gelungenen Mischung aus elektronischen Klängen, eingängigen Melodien und emotionalen Momenten schaffte es die Band mühelos, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Dabei wechselten sich ruhigere Passagen mit kraftvollen Songs ab und sorgten für einen abwechslungsreichen Auftritt, der die unterschiedlichen Facetten der Band eindrucksvoll präsentierte. Gerade die Wechsel zwischen den Stimmen von Sonja und Thomas verleihen den Songs von L’Âme Immortelle seit jeher ihren besonderen Charakter. Auch in Busenwurth funktionierte dieses Zusammenspiel hervorragend und wurde vom Publikum entsprechend gefeiert.

Nach den technischen Schwierigkeiten des Tages war L’Âme Immortelle genau der starke Headliner, den der Freitagabend gebraucht hatte. Die Band sorgte für einen würdigen Abschluss des ersten Festivaltages und entließ die Besucher mit vielen bekannten Melodien in die norddeutsche Nacht.

Samstag


Evo-Lution


Der Samstag begann mit Evo-Lution, die früh am Tag bereits zahlreiche Besucher vor die Bühne locken konnten und für einen gelungenen Start in den zweiten Festivaltag sorgten.

In Mitra Medusa Inri


Die Kultformation um Conny Kretschmar bewies einmal mehr, warum sie seit vielen Jahren einen festen Platz in der Szene besitzt. Die Mischung aus Ritual, Atmosphäre und musikalischer Eigenständigkeit funktionierte auch in Busenwurth hervorragend.

Devil-M


Mit Devil-M wurde es auf der Bühne deutlich härter. Die Band brachte eine ordentliche Portion Metal nach Busenwurth und setzte damit einen spannenden Kontrast zum überwiegend elektronisch geprägten Programm des Festivals.

Beyond Obsession


Beyond Obsession überzeugten mit ihrer sympathischen Bühnenpräsenz und einer gelungenen Mischung aus Emotion und Energie. Für zwei Besucher dürfte dieser Auftritt jedoch für immer in Erinnerung bleiben: Während des Konzerts gaben sie sich auf der Meadow Stage das Jawort und machten die Band damit zum musikalischen Begleiter eines ganz besonderen Moments. Nicht nur deshalb gehörte der Auftritt zu den emotionalsten Programmpunkten des Samstags. Das Publikum begleitete die Zeremonie mit viel Applaus und sorgte für eine Atmosphäre, die perfekt zum familiären Charakter des Festivals passte.

Motel Transylvania


Motel Transylvania sorgten mit ihrer Mischung aus düsterem Charme, Horror-Elementen und rockigen Klängen für einen der ungewöhnlicheren Programmpunkte des Wochenendes. Die Band passte perfekt in die Atmosphäre des Festivals und bot einen willkommenen Kontrast zu den zahlreichen elektronischen Acts des Line-ups.

Lights Of Euphoria


Für mich persönlich gehörte dieser Auftritt zu den am meisten erwarteten Konzerten des gesamten Wochenendes. Obwohl Lights Of Euphoria seit vielen Jahren fester Bestandteil der Szene sind, hatte sich für mich bislang nie die Gelegenheit ergeben, die Band live zu erleben. Umso größer war die Freude, dies nun endlich in Busenwurth nachholen zu können. Die erfahrenen Szeneveteranen lieferten eine souveräne und energiegeladene Show ab und bewiesen eindrucksvoll, warum sie seit Jahrzehnten eine feste Größe der elektronischen Musikszene sind. Die Mischung aus bekannten Songs, treibenden Beats und einer spürbaren Spielfreude sorgte dafür, dass die lange Wartezeit mehr als belohnt wurde. Manchmal gibt es auf Festivals genau diese Momente, in denen man endlich eine Band sieht, die schon lange auf der persönlichen Wunschliste steht. Für mich waren Lights Of Euphoria genau so ein Moment.

Rabia Sorda


Mit Rabia Sorda wurde es deutlich energiegeladener. Die Formation um Erk Aicrag brachte ordentlich Bewegung auf das Gelände und sorgte für einen der intensivsten Auftritte des Samstags.

Devision Redux


Mit Devision Redux – einem Nebenprojekt der Synthpop-Band De/Vision – brachten Sänger Steffen Keth und Musiker Daniel Myer (unter anderem Haujobb und Covenant) Songs auf die Bühne, die seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der deutschen Synthpop-Geschichte gehören. Das Projekt ermöglicht es, ausgewählte Klassiker aus dem De/Vision-Kosmos in einem neuen Live-Kontext zu erleben. Entsprechend groß war die Resonanz vor der Bühne, wo viele Besucher die bekannten Melodien und Refrains begeistert aufnahmen.

Reaper


Die Band lieferte eine gewaltige Portion druckvoller Beats und kompromissloser elektronischer Energie ab. Vor der Bühne wurde ausgelassen getanzt und gefeiert, die Stimmung war von der ersten bis zur letzten Minute hervorragend. Optisch blieb allerdings vieles der Fantasie überlassen. Dichte Nebelschwaden hüllten die Bühne über weite Strecken vollständig ein, sodass die Musiker zeitweise kaum zu erkennen waren. Der Atmosphäre schadete das keineswegs. Im Gegenteil: Während die Sicht eingeschränkt war, hämmerte sich die Musik umso intensiver durch die Lautsprecher und verwandelte das Gelände in eine einzige tanzende Menge.

Solitary Experiments


Solitary Experiments gehören seit Jahren zu den Publikumslieblingen der deutschen Future-Pop-Szene. Auch in Busenwurth überzeugte die Band mit einer starken Performance und zahlreichen bekannten Songs.

Grausame Töchter


Zum Abschluss des Samstags sorgten Grausame Töchter noch einmal für Aufmerksamkeit. Dass das Festival auch Besucher außerhalb der Szene anzog, zeigte sich besonders an diesem Abend. Einige neugierige Dorfbewohner wollten sich den Auftritt ansehen, mussten jedoch feststellen, dass für diesen Programmpunkt ein Dresscode galt. Das sorgte an der Eingangskontrolle durchaus für einige überraschte Gesichter. Gleichzeitig lieferte die Band eine Performance, die noch lange Gesprächsthema auf dem Gelände blieb.

Sonntag


Der Sonntag entschädigte schließlich für das wechselhafte Wetter der ersten beiden Tage. Bei deutlich freundlicheren Bedingungen konnten Besucher und Bands den letzten Festivaltag genießen.

Unterschicht


Eine Band, die man leider nicht mehr allzu häufig auf Festivalplakaten findet. Umso größer war die Freude vieler Besucher, Unterschicht wieder live erleben zu können. Der Auftritt gehörte für zahlreiche Gäste zu den Höhepunkten des gesamten Wochenendes.

CVNX


CVNX eröffneten den letzten Festivaltag auf der Garden Stage und sorgten bereits am frühen Nachmittag für Bewegung vor der Bühne. Die Band lieferte einen gelungenen Auftakt in einen Sonntag, der noch einige Höhepunkte bereithalten sollte.

Antibody


Wer bei Antibody ein klassisches Set erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Stattdessen gab es erneut das inzwischen legendäre Venganoize-Programm. Während einige Besucher das Geschehen zunächst etwas ungläubig beobachteten, ließ sich der Großteil des Publikums begeistert auf die Show ein.
Spätestens als sich eine Polonaise durch die Menge bewegte, war klar, dass hier weniger Konventionen als vielmehr der gemeinsame Spaß im Vordergrund standen. Unterstützt wurde das Set durch zahlreiche Gastauftritte aus der Szene, darunter Jay Taylor von j:dead sowie Björn Miethe von System Noire.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte dabei Jay Taylor, der kurzerhand die Bühnentraverse erklomm und damit für staunende Gesichter vor der Bühne sorgte. Solche Momente erlebt man selbst auf Festivals nicht alle Tage. Das Publikum feierte die ungewöhnliche Mischung aus Party, Selbstironie und elektronischer Musik begeistert.

j:dead


Auch unabhängig von seinen Gastauftritten wusste j:dead zu überzeugen. Jay Taylor präsentierte sein Projekt mit viel Energie und sichtbarer Spielfreude. Die Mischung aus modernen Rock- und Alternative-Einflüssen, elektronischen Elementen und einer starken Bühnenpräsenz sorgte dafür, dass der Auftritt beim Publikum durchweg positiv aufgenommen wurde.

Phosgore


Phosgore brachten kompromisslose Harsh-Electro-Klänge nach Busenwurth und lieferten einen druckvollen Auftritt ab, der besonders die Freunde härterer elektronischer Musik begeisterte.

Tyske Ludder


Für mich persönlich gehörte Tyske Ludder zu den absoluten Höhepunkten des Wochenendes. Seit Ende der 1980er Jahre gehören Tyske Ludder zu den wichtigsten Vertretern der deutschen EBM-Szene. Mit Klassikern wie „Canossa“ oder „Panzarstaat“ haben sie sich längst einen festen Platz in der Szenehistorie gesichert. Umso schöner war es, die Band wieder live erleben zu können, da ihre Auftritte inzwischen deutlich seltener geworden sind.
Auch bei Tyske Ludder spielte Nebel eine tragende Rolle. Über weite Strecken waren die Musiker lediglich als dunkle Silhouetten und Umrisse auf der Bühne auszumachen. Zusammen mit den treibenden Beats und den markanten Songs entstand dadurch eine Atmosphäre, die hervorragend zur Musik passte.
Bemerkenswert war außerdem, dass die Musiker bereits vor ihrem eigenen Auftritt auf dem Gelände unterwegs waren und andere Bands unterstützten – ein schönes Beispiel für die familiäre Stimmung des gesamten Wochenendes.

Funker Vogt


Den Abschluss des musikalischen Programms übernahmen Funker Vogt. Die Band präsentierte sich in hervorragender Form. Besonders der mittlerweile fest etablierte Sänger überzeugte mit starker Stimme und großer Bühnenpräsenz und bewies eindrucksvoll, dass Funker Vogt auch in der aktuellen Besetzung bestens funktionieren.
Unterstützt von eindrucksvollen Feuereffekten entwickelte sich der Auftritt zu einem würdigen Finale des Festivalwochenendes. Die Flammen sorgten für zusätzliche Dynamik und bildeten gemeinsam mit den bekannten Songs den perfekten Abschluss der Konzertreihe.
Nach dem letzten Konzert wartete noch eine Überraschung auf die Besucher. Ein Feuerwerk erleuchtete den Nachthimmel über Busenwurth und bildete einen stimmungsvollen Abschluss eines gelungenen Festivalwochenendes.

Impressionen

Als wir am Montagmorgen die Heimreise antraten, lagen drei Tage voller Musik, Begegnungen und unzähliger Eindrücke hinter uns. Das Lucy Fairs Garden Festival hat erneut bewiesen, dass es nicht immer die größten Veranstaltungen sein müssen, um in Erinnerung zu bleiben. Gerade die kurzen Wege, die Nähe zwischen Bands und Publikum sowie die entspannte und familiäre Atmosphäre machen den besonderen Reiz dieses Festivals aus.

Die Verdopplung der Besucherzahlen innerhalb eines Jahres spricht eine deutliche Sprache. Dennoch hat sich das Festival seinen persönlichen Charakter bewahrt. Besucher, Musiker und Veranstalter begegnen sich auf Augenhöhe, und genau das spürt man an jeder Ecke des Geländes.

Für mich war es vor allem beeindruckend zu sehen, mit welcher Gelassenheit Besucher und Veranstalter den wechselhaften Wetterbedingungen begegneten. Ob mit Regenschirm vor der Bühne, tanzend im Regen oder gemeinsam lachend unter einem Pavillon – die gute Stimmung war an diesem Wochenende schlicht nicht kleinzukriegen.

Wenn das Lucy Fairs Garden Festival diesen Weg weitergeht, dürfte Busenwurth auch in den kommenden Jahren ein fester Treffpunkt der schwarzen Szene bleiben. Nach diesem Wochenende steht für mich jedenfalls fest: Die 850 Kilometer Anreise haben sich mehr als gelohnt.